Neue Beteilgung: Solarstrom auf der Deponie Steinwalde ernten

05. Juni 2014

Die SolarArt GmbH&Co.KG baut auf dem Gebiet der Gemeinde Steinwalde im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte entsprechend dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) derzeit ihre 46. Bürgersolaranlage. Planung und Genehmigung sind abgeschlossen. Die Bauphase beginnt.

Der Landkreis Mecklenburgische Seenplatte hat mit diversenalten Mülldeponien ein schweres Erbe übernommen, das noch aus der DDR-Zeitherrührt. Insgesamt fünf Altdeponien müssen in den nächsten Jahren nochendgültig geschlossen werden - fachgerecht und umweltfreundlich.

Die SolarArt GmbH&Co.KG baut auf dem Gebiet der GemeindeSteinwalde im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte entsprechend demErneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) derzeit ihre 46. Bürgersolaranlage. DasSolar-Kraftwerk entsteht auf einer Deponie und verfügt über eine installierteLeistung von 1810 Kilowatt peak (kWp). 7.240 Module installiert die SolarArtGmbH&Co.KG auf dem knapp 4 Hektar großen Grundstück. Die blau schimmernden Paneelefangen auf einer Fläche von fast 10.000 m² die Energie der Sonne ein. DieAnlage auf der Deponie Steinwalde ist ein Beitrag zum regionalen EnergiekonzeptMecklenburgische Seenplatte und ein Segen für den Steuerzahler. Durch denBetrieb der Anlage ist langfristig eine Verringerung der Kosten verbunden, diefür Überwachungsmaßnahmen auf den Deponien erforderlich gewesen wären.

Pro Jahr erzeugen die Photovoltaikpaneele voraussichtlichrund 1,7 Mio. kWh Ökostrom - genug für 700 durchschnittliche Zwei-Personen-Haushalte. Ungefähr 1.100 Tonnen klimaschädliches Kohlendioxid könnenjährlich mit dieser Anlage eingespart werden.

Der Landkreis Mecklenburgische Seenplatte hat ambitionierteZiele. Im Jahr 2030 soll die Region ihren Energiebedarf aus eigenenerneuerbaren Quellen decken. Sie liefert ein Mehrfaches ihres Eigenverbrauchsan Strom und trägt damit zur Erreichung der Klimaschutzziele in MV, inDeutschland und in der EU bei.

Geschäftsführer Armin Hambrecht würdigte zum Auftakt der Bauarbeitendas starke bürgerliche Engagement. "Diese Bereitschaft, mitzumachen undsolidarisch Verantwortung zu tragen, finde ich vorbildlich. So lassen sich auchdie demokratischen Strukturen und der Zusammenhalt vor Ort zusätzlich stärken.Die Bürger tragen nicht nur die Kosten, sondern profitieren auch vom Gewinn derEnergiewende. Die Bürger werden 'EnergieGewinner' und tragen wesentlich dazubei, entgegen aller politischer Wiederstände, unser Land fit zu machen für diegewaltige Herausforderung der Energiewende. Photovoltaik leistet einenwesentlichen Beitrag für eine sichere und kostengünstige Energieversorgung. Beider jetzt zu bauenden Anlage beträgt die Vergütung für den eingespeisten Strom beieiner Vollkostenrechnung lediglich 0,0883 EUR/kWh."

Der weitere Ausbau der erneuerbaren Energien ist zentral fürden Klimaschutz. Allein 2012 wurden so 145 Millionen Tonnen CO2-äquivalenteTreibhausgasemissionen in Deutschland vermieden, davon allein 82 MillionenTonnen durch das Erneuerbare-Energien-Gesetz. Der Anteil der erneuerbarenEnergien am Brutto-Stromverbrauch in Deutschland steigerte sich im erstenQuartal 2014 weiter auf etwa 27 Prozent. Auch wirtschaftliche ist die Energiewendeein Erfolg. Investitionen in Höhe von 19,5 Milliarden Euro wurden ausgelöst unddie Erneuerbare-Energienbranche beschäftigt etwa 380.000 Menschen, führtHambrecht weiter aus.

Die Vertriebsleiterin Frau Appel ergänzt: ,,Die Erneuerbarenbrauchen keinen Ausbaudeckel. Vielmehr müssen Privathaushalte und Mittelstandentlastet werden, indem nur tatsächlich stromintensive Unternehmen iminternationalen Wettbewerb Industrie-Privilegien erhalten. Erneuerbare Energienmüssen Bürgerenergien bleiben. Bürokratische Hürden, wie die Umstellung vonfesten Einspeisevergütungen auf Ausschreibungsmodelle gefährden das bisherigeErfolgsmodell. Der weiter voran schreitende Klimawandel duldet keinen Aufschubbei der Energiewende."

Das Konzept der gemeinschaftlichen Photovoltaikanlagenermöglicht eine Kommunale und bürgerschaftliche Teilhabe am Ausbau dererneuerbaren Energien. Dieses Konzept wird auch bei der Anlage auf der DeponieSteinwalde umgesetzt. Eine gemeinschaftliche SolarStromAnlage besteht ausmehreren voneinander unabhängigen Einzelanlagen, welche zusammen auf einergemeinsamen Fläche errichtet werden. Jeder Investor wird Eigentümer einerunabhängigen, eigenen Anlage. Die einzelnen Anlagen sind ab einer Leistung von5,00 kWp oder einer Vielzahl dieser Teilanlagen zu erwerben. Jeder Investorkann dadurch die Anlagengröße selbst zusammenstellen, je nach dem wie viel Gelder einsetzen möchte. Die Anleger sind unabhängig in Ihrer Wahl, wie Sie IhreAnlage finanzieren und sind frei in der steuerlichen Gestaltung. Beispielsweise kann für die Anlagen ein Investitionsabzugsbetrag in Anspruch genommen oder durch Sonderabschreibungen die individuelle Steuerschuld gestaltet werden. 

Solarenergie ist eine Chance für eine sichere, zuverlässigeEnergieversorgung. Sie ist Grundlage für eine friedliche Entwicklung derWeltwirtschaft. Es ist an der Zeit, die weltweiten Abhängigkeiten der fossilenEnergieerzeugung durch neue, moderne Energieformen abzulösen.

Jeder, dem sowohl ein Beitrag zum Klimaschutz wichtig istals auch ein wachsendes Geldkonto, kann diese Energie nutzen. Denngemeinschaftliche Solarstromanlagen auf gemieteten Flächen bieten allen Bürgerndie Möglichkeit, sich am Ausbau der Solarenergie zu beteiligen.

Quelle: SolarArt GmbH&Co.KG

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