Die Sonnenwand Bürstadt - einmalig in Europa

08. Juli 2010

Bürstadt, 08.07.2010. Der Arbeitskreis "Umwelt, Energie, Landwirtschaft, Verbraucherschutz" der CDU- und FDP-Fraktion im Hessischen Landtag, mit dem Arbeitskreissprecher MdL Peter Stephan macht Station an der Sonnenwand entlang der B 47 in Bürstadt.

Mit Beginn des Planungs- und Genehmigungsverfahrens in 2006 war klar, wir betreten Neuland. Und so entstand bis heute ein Prototyp einer Solaranlage an einer Gabionenlärmschutzwand. Diese stellt besondere Anforderungen an die Konstruktion des Tragesystems, eine Neuentwicklung. Die Länge und Wölbung der Wand über 450 m und die Neigung der Module von 60 bis 65° stellte besondere Anforderungen an die Wechselrichtertechnik. Hier wurde erstmalig eine Kombination aus zentralem Leistungsteil und dezentralen Mpp-Trackern eingesetzt, eine Neuentwicklung.

Auch der Gutachtenreichtum war neu. Statische Prüfung, Lärmschutzgutachten, Wärmestrahlungsgutachten, Gutachten über die elektromagnetische Verträglichkeit, Blendschutzgutachten...... Es gibt glaube ich kaum eine weitere Anlage in Deutschland die derart detailliert untersucht wurde, sagte Armin Hambrecht, Geschäftsführer der SolarArt GmbH&Co.KG. In den folgenden Jahren wird das thermische Verhalten und die Effizienz des dezentralen Mpp Tracking in einem Monitoringprojekt weiter untersucht.

Eine solche Anlage wurde damit erstmalig in Europa gebaut.

Mit dem neuen Geschäftsfeld Sonnenwand zielt die SolarArt GmbH&Co.KG auf die bereits bestehenden 9 Mio. m² Fläche und die in jedem Jahr neu gebauten 250.000 m² Lärmschutzwände in Deutschland.

Die Bürstadter Sonnenwand besteht aus 1620 Solarmodulen mit je 175 Watt Leistung. Daraus ergibt sich eine Gesamtleistung von 283,50 Kilowatt peak.
Diese Umweltinvestition von über 1 Million Euro produziert über die technische Lebensdauer gerechnet 8 Millionen Kilowattstunden hochwertigen Strom. Dabei erspart sie der Atmosphäre 5500 Tonnen Kohlendioxid. Die energetische Amortisationszeit der Anlage liegt bei lediglich 2,5 Jahren. Dann hat sie die Energie die führ ihre Herstellung benötigt wurde wieder erzeugt. Jährlich produziert die Sonnenwand Strom im Wert von 91.000.- EUR. (0,4027 EUR/kWh)
Ob weitere Anlagen an anderen Orten möglich sind, hängt entscheidend von der Entwicklung der Einspeisevergütung ab. Für Dachanlagen mögen 16% Absenkung verkraftbar sein, für die Nutzung von Lärmschutzwänden bedeuten Sie das aus. Die Kosten für diesen extrem hohen Planungsaufwand lassen einen wirtschaftlichen Betrieb bei Absenkung der Vergütung nicht erwarten.
In der aktuellen Größe könne die Solarwand das Baugebiet Sonneneck I versorgen, betont Hambrecht. Und das nicht nur rechnerisch, sondern auch physikalisch, verweist er auf den Anschluss zum Stromnetz über eine Trafostation direkt in dem Wohngebiet. Die Sonnenstadt Bürstadt ist damit ihrem Ziel näher gekommen, sich selbst mit erneuerbaren Energien zu versorgen.

Stroh unD Photovoltaik

Der Arbeitskreis "Umwelt, Energie, Landwirtschaft, Verbraucherschutz" der CDU- und FDP-Fraktion im Hessischen Landtag


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