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68642 Bürstadt
Bürstadt, 22. April 2003: Mehr als 5000 Kilowattstunden Strom hat der
Stamm der Bürstädter St. Georgs-Pfadfinder "Bruder Feuer" inzwischen
durch die auf dem Dach seines Heimes installierte Solaranlage aus
Sonnenenergie produziert. Das sind bereits jetzt 800 Kilowattstunden
mehr, als ursprünglich geplant waren. Um diese Art der
umweltfreundliche Energiegewinnung der Bevölkerung nahe zu bringen,
hatten die Pfadfinder am vergangenen Samstag zum "Tag der erneuerbaren
Energien" auf die Wiese in der Hassellache eingeladen. Erhard Renz,
Experte für alternative Energien, und Diplom-Ingenieur Armin Hambrecht
(SolarArt) informierten die Besucher.
über eine umweltfreundliche Energieversorgung und den drohenden
Klimawandel kann man lange diskutieren, Lösungen gibt es nur durch
tatkräftiges Handeln. Dieser Erkenntnis folgend haben die Mitglieder
des Solaranlagenvereins Bensheim e.V. bereits in Bensheim auf der
Kirchbergschule eine Solarstromanlage (Photovoltaik-anlage) erbaut.
Noch in diesem Sommer soll auf der in Bürstadt eine zweite Anlage
entstehen. Doch damit nicht genug die Mitglieder des Vereins haben alle
Voraussetzungen geschaffen, um auf dem städtischen Kindergarten Villa
Kunterbunt eine gemeinschaftliche Anlage zu installieren. Geht es nach
dem Verein, sollen in allen Gemeinden des Kreis Bergstraße solche
Gemeinschaftliche Anlagen entstehen. Die Photovoltaik ist eine bewährte
und sichere Technik, ohne Emissionen von Kohlendioxid und anderen
klimaschädlichen Schadstoffen. Die Stadt Bürstadt hat sich für die
Förderung der Solarstromproduktion ausgesprochen und das Dach des
Kindergartens Villa Kunterbunt für eine Photovoltaikanlage zur
Verfügung gestellt. Ein ideales Dach und hochwertige Anlagenkomponenten
sorgen für Sicherheit und Rendite. Die Rahmenbedingungen stimmen und
jeder Investor erhält sein ganz persönliches E-Werk. Die jetzt
projektierte Solarstromanlage hat eine Kollektorfläche von 22 kWp und
würde im Jahr ca. 19.800 Kilowattstunden Solarstrom erzeugen. Sie
besteht aus 12 Einzelanlagen zu 1,6 kWp und einer Anlage zu 2,8 kWp
Leistung.
Dabei kosten erneuerbare Energien nicht die Welt. Dazu das Beispiel
einer 1,6 kWp Anlage. Für den Kauf ist eine Investition von 9.650 Euro
erforderlich. Die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) stellt auf
Antrag 8.320 Euro aus dem 100.000 Dächer-Programm mit attraktiven
Zinssätzen von zur Zeit 1,9 Prozent und 10 Jahren Laufzeit zur
Verfügung. Betreibt der Investor die Anlage als Kleingewerbe, kann er
die Vorsteuer von 1.330 Euro vom Finanzamt zurückerhalten. So muss er
für den Kauf der Anlage keine eigenen Geldmittel aufwenden. Jede
erzeugte Kilowattstunde SolarStrom wird vom Netzbetreiber mit 0,457
Euro vergütet. Diese Vergütung ist gesetzlich garantiert und gilt für
20 Jahre. Die Anlage refinanziert sich über die 10 Jahre Kreditlaufzeit
zum größten Teil selbst. Lediglich ein Betrag von ca. 33 Euro je Monat
muß über 10 Jahre aus dem eigenen Geldbeutel zugesteurt werden. Dabei
sind schon Versicherung und Wartung berücksichtig. Ab dem elften Jahr
fließt die Stromeinspeisevergütung abzüglich der Kosten für den
Dienstleistungvertrag in die Tasche des Investors zurück.
Durch den Erwerb einer Einzelanlage können Investoren ihren Beitrag
zur Realisierung des Projektes leisten und zugleich Solarstromproduzent
werden.
Verwendete Module:
84 x Solarex MSX 120
Verwendete Wechselrichter:
4 x SMA SWR 1700e
1 x SMA SWR 2100 TL
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