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74821 Mosbach
"S.U.N. 7" lässt auf der Lohrtalschule die Sonne arbeiten.
In diesem Sommer wird in Mosbach die nächste
Solarstrom-Gemeinschaftsanlage gebaut. "SUN 7" wird mit rd. 30 KW (=
300 qm) auf dem Flachdach der neuen Lohrtalschule, die momentan neben
dem Kreiskrankenhaus entsteht, installiert.
S.U.N. e.V.- Vorsitzende Christine Denz berichtete eingangs der
Informationsveranstaltung den potentiellen Investoren Positives über
die beiden Solardächer "SUN 1" und "SUN 2", die bereits Ende 2001 in
Mosbach ans Netz gingen. Diese hätten von Januar bis Mai heuer schon
fast die Hälfte des prognostizierten Jahresertrages geerntet: "2003
wird demnach vermutlich ein sehr gutes Jahr mit außerordentlicher
Rendite werden."
Zu dem Konzept ihres Vereines gehöre neben der intensiven
Öffentlichkeitsarbeit über Energieeinsparungen und Klimaschutzmaßnahmen
für Privatleute auch die konkrete Zusammenarbeit mit regionalen
Betrieben. Der Verein verwirkliche damit die Idee das Geld in
regionalen Wirtschaftskreisläufen zirkulieren zu lassen.
Armin Hambrecht von der Fa. SolarArt aus Lauda erläuterte in seinem
anschaulichen Vortrag zunächst die globale Frage des Klimawandels. 70%
der anfangs eingesetzten Primärenergie gehen auf dem Weg zur
Nutzenergie verloren und belasten damit die Umwelt. Der "Energiehunger"
wachse weiter bedrohlich an.
Die aktuelle Diskussion über die erneuerbaren Energien lassen
fälschlicherweise wichtigste Erkenntnisse in den Hintergrund treten.
Denn vor allen anderen Maßnahmen sei intelligentes Energie-Sparen
notwendig. Dem folge die Energie-Effizienz, z.B. durch bessere Motoren.
Erst dann treten die regenerativen Energien aus Wasser, Wind, Sonne und
Biomasse auf den Plan.
Die EU hat ein Konzept beschlossen, nach dem im Jahr 2050 auf
dieser Basis den Strombedarf zu 100% aus erneuerbaren Energien gedeckt
wird.
"Unsere Arbeitsplatzprobleme werden entscheidend gelöst, wenn wir
konsequent auf diese wirtschaftliche Entwicklung setzen", so Armin
Hambrecht.
Im nächsten Schritt dann stellte der gelernte Ingenieur die
technischen und finanziellen Aspekte von "SUN 7" dar. Die Module werden
schattenfrei aufgeständert.
Jede Anlage ist mit einem Wechselrichter ausgestattet, auf dem auch
die Leistung verzeichnet wird. Auf dem Display in der Schulhalle kann
jederzeit die aktuelle Strom"ernte" und die bisher erbrachte Strommenge
der Gesamtanlage abgelesen werden.
Auch an die Schüler- und Lehrerschaft der Lohrtalschule ist
gedacht, weil es das Bundesprogramm "Sonne in der Schule" gibt, das
eine Anlage pauschal mit 3.000 Euro fördert. Die technische Lebensdauer
der Solarmodule beträgt ca. 35 jahre.
Für "SUN 7" werden polykristalline Fabrikate der Marke "Solon" benutzt. Diese kommen komplett aus deutscher Produktion.
Die Anlagen werden in verschiedenen Größen an Privatanleger
verkauft. Die Basiseinheit ist 1,4 KW. Sie kann vervielfältigt werden.
Pro geernteter Kilowattstunde Sonnenstrom müssen die Energieunternehmen
lt. EEG 0,46 ct bezahlen. Diese Festvergütung ist auf 20 Jahre
garantiert.
Die Globalstrahlung liegt in Baden-Württemberg und Bayern, den
beiden am meisten von der Sonne verwöhnten Bundesländern bei über 1.000
kWh je m² und Jahr.
Die Kreditanstalt für Wiederaufbau KfW vergibt zinsgünstige
Kredite, die momentan bei 1,9% liegen. Bei Eigenkapitalfinanzierung
liegt die jährlich Verzinsung zwischen 6 und 7% nach Steuern.
Weitere Informationen sind erhältlich bei Christine Denz (Tel.
06261/35154 bzw. denzchristine@web.de) und Fa. SolarArt (Tel. 09343/589
173 bzw. www.SolarArt.de).
Dort sind auch die täglich aufgezeichneten Ertragsdaten von "SUN 1" bis "SUN 6", die alle im NOK arbeiten, abzufragen.
Verwendete Module:
176 x BP MSX 120 MC
Verwendete Wechselrichter:
5 x SMA SWR 1100e
1 x SMA SWR 2100 TL
2 x SMA SWR 2100TL
1 x SMA SWR 5000 TL
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